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Andrea Vock und Prof. Matthias Beyrow tauschten am 18. Juni ihren Arbeitsplatz

Zum 11. Mal tauschten Entscheidungsträger aus Wissenschaft und Wirtschaft im Rahmen des Potsdamer Projekts „PerspektivWechsel“ für einen Tag ihre Rollen. Das bedeutete einen Tag im Büro statt im Hörsaal, einen Tag im Labor statt in der Produktion, einen Tag von der Theorie in die Praxis zu wechseln oder umgekehrt.

Prof. Matthias Beyrow, Professor für Identität & Zeichen und Dekan des Fachbereichs Design, übernahm beim UVA-Team in der Babelsberger Karl-Marx-Straße die Rolle von Geschäftsführerin Andrea Vock. Damit kehrte er in die Agentur zurück, in der er in den 90er Jahren während seines Studiums als Praktikant tätig war. Nicht ohne Stolz wurde er von einer Mitarbeiterin durch die Räume der „Rühmann-Villa“ geführt, in der die Agentur nach „seiner Zeit“ umgezogen war.

Matthias Beyrow hatte sich für diesen Tag vorgenommen zu erfahren, inwieweit die an der FH gebotene Ausbildung und die Prozesse einer Agentur konform sind. Das UVA-Team wiederum nutzte die Gelegenheit, den Designprofessor in laufende Projekte einzuweihen und seine Ansichten und Ideen dazu zu hinterfragen. Er erläuterte im Gegenzug, mit welchem Prozessen sich seine Studenten auseinandersetzen, um einen erfolgversprechenden Entwurf in die Praxis umsetzen zu können. Genau das war auch eines der Schwerpunktthemen der gerade zwei Tage zurückliegenden „Designkonferenz Brandenburg 2018“, die die UVA Kommunikation und Medien GmbH im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft und Energie organisiert hatte.

Andrea Vock fuhr an diesem Tag in die Kiepenheuerallee zu den Studenten des Fachbereichs Kommunikationsdesign, um das Seminar „Potsdam-Id“ zu übernehmen, in dem an der Stadtmarke Potsdam gearbeitet wird. Elf Studenten präsentierten ihre Entwürfe und stellten sie zur Diskussion.

Der Austausch mit Studenten war auch für Andrea Vock eine Rückkehr in „alte Zeiten“, als sie als Design-Dozentin an der Fachhochschule Magdeburg-Stendal tätig war. Sie schätzt für die Arbeit ihrer Agentur die Nähe zur Fachhochschule und setzt Studenten gern regelmäßig als Praktikanten ein. „Das gibt uns immer neuen Input, eine neue Sicht auf die Dinge“, erklärt Andrea Vock.

Eindeutiges Fazit: Der „PerspektivWechsel“ ist nicht nur eine besondere Erfahrung für die Protagonisten, sondern auch für das Umfeld, in dem sie agieren.