Stadtwerke-Krise?

Problem

Die ZfK hat in ihrer online-Ausgabe unter der Überschrift „Kommt die Stadtwerke-Krise?“ eine Umfrage installiert, um die Meinung der User einzufangen. Der Stand der Umfrage (08.07.2014, um 10.00 Uhr) ist in dem folgenden Bild abgelichtet:

Umfrage Kommt die Stadtwerke-Krise?

 

Anlass für diese Umfrage ist ein Beitrag in der Juli-Ausgabe (Print) der ZfK, welcher sich mit einer Studie der Unternehmensberatung Pricewaterhouse Coopers (PwC) befasst. PwC hat sich hierfür die Bilanzen von 150 EVUs aus den Jahren 2009 bis 2012 angesehen. Mit – wie wir finden – erschütternden Ergebnissen: Die durchschnittliche Verschuldungsquote der EVUs steigt rasant an, so dass Fremdfinanzierungen, wie diese für die Investitionen im Rahmen der politisch geforderten Energieneuausrichtung erforderlich sind, nur noch zu sehr hohen Kosten möglich sein werden.

Die Ursachen haben die Bilanz-Profis von PwC ebenfalls sehr deutlich identifiziert: Gewinnausschüttungen an die Gesellschafter von 87,6 % (2011) bzw. 90,4 % (2012) lassen den EVUs keine Möglichkeit, Investitionen aus s. g. „Innenfinanzierung“ zu stemmen. Wir drücken dies so aus: Auf Grund der Forderungen der EVU-Gesellschafter bleibt den Unternehmen kaum noch Luft zum Atmen.

Als weitere Ursache für die alarmierende Situation identifizierte PwC die sinkende Ertragskraft der Unternehmen.

Jetzt stellt sich die Frage, worin die eigentliche Bedrohung der EVUs besteht: In der hohen Ausschüttungsquote oder aber in der sinkenden Ertragskraft?

Einigkeit besteht darüber, dass die Unternehmen in den kommenden Jahren auf Grund politischer Vorgaben massiv investieren müssen. PwC verweist in der Studie darauf, dass die mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien verbundenen Investitionen ein Volumen von ca. 300 Mrd. Euro (300.000.000.000 Euro) annehmen werden – 2/3 hiervon sind in den kommenden sechs Jahren erforderlich. Oder, in ein anderes Verhältnis gebracht, in den kommenden sechs Jahren müssen jedes Jahr 33,33 Mrd. Euro investiert werden.

Weiterlesen: Problem | Unsere Meinung